Die digitale Selbstvermessung

Fit mit Apps und Wearables - Was steckt hinter diesem Trend?

Halbgötter in Weiß? Die Zeiten sind vorbei. Dank Internet, Gesundheits-Apps und Wearables sind Patienten heute bestens informiert und damit mündiger als je zuvor. Eine repräsentative Studie der Stiftung: Internetforschung für ERGO Direkt Versicherungen beleuchtet die Aufgeschlossenheit der Deutschen gegenüber der Online-Medizin.  

Fit mit Apps | ERGO Direkt

 

Der Online-Medizin gehört die Zukunft

Das zeigt sich schon vor dem Arztbesuch. Denn nur die Hälfte der Patienten sucht bei Beschwerden direkt die Praxis auf. Die andere Hälfte betreibt zunächst Selbsthilfe und informiert sich auf eigene Faust ausgiebig über Behandlungsmaßnahmen.

Doktor Google ist die Nummer eins

Die beliebtesten Anlaufstellen:

    1. Online-Suchmaschinen wie Google oder Yahoo! (35 Prozent)

    2. Gesundheitsforen (24 Prozent)

    3. Wikipedia und andere Online-Lexika (17 Prozent)

Über ein Drittel der Befragten macht zuerst Symptom-Check bei der Suchmaschine seiner Wahl. Dahinter steckt meist die Hoffnung auf eine Online-Diagnose. Der Suchbegriff "Medizin" liefert in der Tat fast 80 Millionen Google-Einträge. Längst hat Doktor Google sogar Familienangehörigen und Bekannten den Rang abgelaufen. Diese sind nur für 16 Prozent ein wichtiger Ratgeber in Gesundheitsfragen.

Der Diagnose des Arztes vertraut nur jeder Dritte so sehr, dass er sich nicht auch noch anderso informiert. Vor der Weiterbehandlung wird erst recht das Internet befragt. Allen voran die Suchmaschine, diesmal sogar mit 46 Prozent.

Bei so viel Vertrauen in die Online-Medizin liegt der Schluss nahe, dass auch internetbasierte Behandlungen beliebt sind.

Sprechstunde vor Ort schläge Diagnose online

Per Videotelefonie würden sich bei einer leichten Erkrankung jedoch nur 22 Prozent gern behandeln lassen. Eine erste Diagnose online einholen, etwas per Skype? Dieser Gedanke hat immerhin für 28 Prozent einen gewissen Charme.

Gleichzeitig sagen 72 Prozent: "Ich würde immer die klassische Sprechstunde beim Arzt vor Ort einer Online- oder Telefonsprechstunde vorziehen." Nur 14 Prozent haben bereits die telefonische Sprechstunde genutzt.

Der direkte Kontakt zum Arzt ist damit unschlagbar. Dabei bietet die moderne Medizin inzwischen zahlreiche Alternativen und Ergänzungen.

Online-Medizin eröffnet neue Möglichkeiten

Bei Operationen können Spezialisten online über Video zugeschaltet werden, um die Chirurgen zu unterstützen. Diese Möglichkeit der Online-Medizin finden 35 Prozent gut.

Doch auch sichere Online-Netzwerke haben Potenzial. Über die Hälfte hat das erkannt - bei den über 70-Jährigen sind es sogar 70 Prozent. Sie würden bei einer Erkrankung ihre medizinischen Daten auf diese Weise ihrer Krankenversicherung zur Verfügung stellen. Der Anreiz dafür ist die Hoffnung, mittels Online-Medizin bei der Wahl der bestmöglichen Therapie unterstützt zu werden.

Eine Beitragssenkung hat genau so viel Zugkraft: Fast die Hälfte der Befragten wären bereit, dafür ihre Daten über das Online-Netzwerk an ihre Krankenkasse weiterzuleiten.  

Digitale Selbstvermessung - leichter geht's mit Wearables

Die eigenen Gesundheitsdaten sind generell von hohem Interesse. Das zeigt auch die Begeisterung von Wearables wie Fitnessarmbänder, die beispielsweise das Bewegungs- und Schlafprofil aufzeichenen. 44 Prozent finden das spannend, und zwar über alle Altersgruppen hinweg.

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Der hohe Anteil spiegelt einen weltweiten Trend: den Erfolg der aus San Fransisco stammenden Quantified-Self-Bewegung. Ihren Anhängern geht es darum, durch das Auswerten von Zahlen mehr über sich herauszufinden. Deshalb messen sie mit den Wearables ihre Körperfunktionen und Gewohnheiten.

Erkrankungen kontrollieren mit Online-Medizin

Analysiert und ausgewertet wird so gut wie alles; unter anderem kann man:

  • Schritte oder Fahrradkilometer zählen
  • Kalorienzufuhr und -verbrauch berechnen
  • Schlafdauer sowie Schlafphasen messen
  • Blutdruck, Herzfrequenz bzw. Puls messen
  • Blutzuckerwerte bestimmen

 

48 Prozent interessieren sich besonders für die letzten beiden Funktionen: Für den Fall einer Blutzucker- oder Blutdruckerkrankung wünschen sie sich von ihrer Krankenkasse Gesundheits-Apps und Zusatzgeräte für ein Smartphone. Damit, hoffen sie, lässt sich der Krankheitsverlauf besser überwachen.

 

Wearables | ERGO Direkt

So funktionieren Wearables

Chronisch Kranke hatten ihre Werte schon immer genau im Blick. Auch für Leistungssportler ist die genaue Selbstbeobachtung seit jeher an der Tagesordnung. Wearables und Sport Apps erleichtern diesen Menschen den Alltag enorm.  

Die Funktionsweise der Geräte ist einfach:

Sie werden direkt am Körper getragen - als Armband, Smartwatch, Stirnband oder als Bestandteil der Kleidung. Mittels eingebauter Sensoren messen sie permanent Bewegungen und Körpferfunktionen. Einige Wearables werten die Daten selbst aus. Andere übertragen sie zum Beispiel an Lauf Apps, Fitness Apps oder direkt auf den Computer. Mit spezieller Software werden sie dort aufbereitet und analysiert.

Wearables zeigen die ungeschminkte Wahrheit

So zeigen manche Wearables in Verbindung mit einer Gesundheits-App etwa, wie gestresst man im Job war. Wie viele Kalorien man zu sich genommen hat, lässt sich ebenfalls ermitteln.

Wer solche Zahlen in der Ernährungs-App schwarz auf weiß sieht, erlebt nicht selten einen Schock. Häufige Reaktion: Die Ernährung wird umgestellt, die Currywurst mit Pommes in der Kantine vom Speiseplan gestrichen. Künftig werden Rezepte ohne Kohlenhydrate bevorzugt.

Sogar das Fitnessstudio wird nun regelmäßig aufgesucht, mit Wearables am Körper und Lauf App auf dem Smartphone. Wie effektiv das Training war, lässt sich dann in der Sport App kontrollieren. Dadurch ergibt sich ein detailliertes Bild des eigenen Gesundheits- und Fitnessniveaus.  

Online-Medizin: der vernetzte Patient

Die medizinische Daten sind aber nicht nur für Anwender von Wearables bzw. Gesundheits-Apps interessante. Auch der behandelnde Arzt, der Apotheker des Vertrauens oder die Pflegekraft sollte über die Werte informiert sein. Immer auf dem Laufenden sind die Fachleuchte, wenn der Patient seine Daten in ein sicheres Online-Netzwerk hochlädt. 43 Prozent sind dazu bereit.

Andererseits sind 44 Prozent misstrauisch gegenüber dieser Variante der Online-Medizin und sagen: "Wenn es um meine Gesundheit geht, vertraue ich keinen Geräten und Apps, die mit dem Internet verbunden sind." Weniger kritisch werden Gesundheits-Apps beurteilt, die allein der Verwaltung von Arztterminen dienen. Nur 29 Prozent lehnen diese Anwendungen komplett ab. Demgegenüber stehen 45 Prozent, die sie einfach super finden.

Selbsthilfe ja - aber ganz gezielt

Technische Hilfsmittel, die das Leben erleichtern und die Gesundheit fördern, stehen also hoch im Kurs. Nicht so die Erfahrungen anderer Patienten: Nur 28 Prozent besuchen Selbsthilfeforen, wenn sie beispielsweise unter Allergien, Diabetes oder Depressionen leiden. Auch bei leichten Erkrankungen gehen 59 Prozent lieber zum Arzt, als im Internet um Rat zu fragen.

Das liegt jedoch nicht etwa daran, dass die vielen Informationen im Netz zu Verunsicherung führen. Satte 60 Prozent widersprechen dieser Annahme. Der Patient ist heute eben mündig genug, selbst zu entscheiden, worauf er sich verlässt.

Sport Apps motivieren Sportmuffel

Das ist sicher auch der Online-Medizin und Quantified Self zu verdanken. Denn Symptom Finder, Gesundheits-Apps und andere Neuerungen bringen Menschen dazu, sich mit ihrer Gesundheit und Ernährung zu befassen. Auch und gerade die, die sich bisher vielleicht mehr für Technik interessiert haben als für ihren Körper.

Da bleibt zu hoffen, dass der durch Wearables und Sport-Apps entfachte Trend von Dauer ist. Doch auch ein gesunder Lebensstil ist keine Garantie für Fitness bis ins hohe Alter. Wer langfristig in sein Wohlbefinden investieren will, sorgt deshalb vor. Beispielsweise mit einer privaten Pflegeversicherung. Damit ist man zumindest finanziell auf der sicheren Seite, falls es mal nicht mehr ohne fremde Hilfe geht.

Befragung von 2.004 Personen ab 18 Jahren, die einen Internetzugang haben (Juni 2014).

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