Brillenträger benötigen regelmäßig neue Sehhilfen

Der Scharfblick kann teuer werden

Seit 2004 beteiligen sich die gesetzlichen Kassen im Regelfall nicht mehr an den Kosten für Brillen und andere Sehhilfen. Lediglich Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie schwer sehbeeinträchtigte Versicherte haben Anspruch auf Brillen oder Kontaktlinsen.

 

Der Trend geht zur Zweitbrille

Fast die Hälfte der Bundesbürger (42 Prozent) im Alter von 30 bis 44 Jahren trägt eine Brille. Bei den 45- bis 59-Jährigen sind es bereits 73 Prozent, bei den über 60-Jährigen sogar deutlich über 90 Prozent. Das ist das Ergebnis der Brillenstudie 2011 des Instituts für Demoskopie Allensbach. Sie alle müssen regelmäßig tief in die Tasche greifen, seitdem sich die Kassen nicht mehr an den Kosten beteiligen. Zum einen verändert sich die Sehstärke im Laufe der Jahre immer wieder, sowohl die "normale" als auch die Sonnenbrille müssen daran angepasst werden. Häufig besitzen Brillenträger heute aber auch eine trendige Zweitbrille für besondere Anlässe - das geht ebenfalls ins Geld.

Krankenhaustagegeld inklusive

Gegen diese Kosten kann man sich zumindest teilweise mit einer privaten Zusatzversicherung schützen. Für ein besonderes Angebot haben sich beispielsweise die ERGO Direkt Versicherungen und Deutschlands filialstärkste Optikerkette Apollo-Optik zusammengetan: Die Augen-Versicherung übernimmt alle zwei Versicherungsjahre bis zu 200 Euro - unabhängig von einer Dioptrienänderung". Kauft der Versicherte eine neue Brille - auch Sonnenbrillen mit Korrekturgläsern oder Kontaktlinsen sind in der Leistung inbegriffen - bei einer teilnehmenden Apollo-Optik Filiale, erhält er zusätzlich alle zwei Jahre ein Drittel des Rechnungsbetrags - maximal bis zu 100 Euro Rabatt. Zudem stehen dem Versicherten jährlich 50 Euro für Vorsorgeuntersuchungen der Augen zur Verfügung. Sollte er aufgrund einer Augenerkrankung stationär behandelt werden müssen, erhalte er ein Krankenhaustagegeld in Höhe von 50 Euro.

40 Millionen Brillenträger

Über 40 Millionen Bundesbürger tragen eine Brille, also fast zwei Drittel der erwachsenen Deutschen. Diese Gesamtquote ist seit Jahren relativ konstant, im langfristigen Vergleich ist allerdings gerade die Zahl der jungen Brillenträger stark gestiegen: Nutzten 1952 erst rund 13 Prozent der 20- bis 29-Jährigen eine Sehhilfe, so sind es mittlerweile fast 30 Prozent. Diese Ergebnisse brachte die Allensbach-Brillenstudie im Auftrag des Kuratoriums Gutes Sehen (KGS).


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