LASEK: Die erste und einfachste Methode zum Augenlasern


Die LASEK-Methode (Laser-Assisted Subepithelial Keratectomy, Laser-epitheliale Keratomileusis) ist ein Verfahren, mit dem Fehlsichtigkeit behoben werden kann. Fehlsichtigkeit entsteht, sobald die einfallenden Lichtstrahlen im Auge falsch gebündelt werden. Mit einer Augenlaseroperation kann die Hornhaut so bearbeitet werden, dass der Sehfehler korrigiert wird.

Die LASEK ist eine Weiterentwicklung der PRK (Photorefraktive Keratektomie) und wurde etwa 1990 zeitgleich zur LASIK eingeführt. LASEK und PRK sind die klassischen Methoden der Laserbehandlung. Bei beiden wird eine dünne Schicht der Hornhaut vor der Laserbehandlung vollständig abgelöst. Bei der PRK wird diese abgetragen, während sie bei der LASEK beiseitegeschoben wird. Erfahren Sie hier,

 

  • dass die LASEK als Weiterentwicklung der PRK seit fast 30 Jahren existiert und demnach die meisten Erfahrungswerte aufweist.
  • dass die LASEK im Gegensatz zu LASIK und ReLEx Smile komplett ohne Einschnitt in die Hornhaut auskommt.
  • dass der Heilungsprozess bei der LASEK im Vergleich zu anderen Methoden am längsten dauert.

Voraussetzung und Vorbereitung für die LASEK-Laseroperation

 

Mit dem LASEK-Verfahren können Kurzsichtigkeit (bis -8 Dioptrien), leichte Weitsichtigkeit (bis +3 Dioptrien) und Hornhautverkrümmung (bis 6 Dioptrien) korrigiert werden.

 

Wie bei anderen Laserverfahren müssen Sie für die Operation mindestens 18 Jahre alt sein und dürfen keine Augenerkrankungen haben. Außerdem sollten sich Ihre Dioptrienwerte im vergangenen Jahr nicht stark geändert haben (max. 0,5 Dioptrien).

Im Vorfeld der Operation finden folgende Untersuchungen statt:

 

  • Messung der Pupillengröße
  • Messung der Hornhautdicke
  • Messung des Augeninnendrucks
  • Tränenfilmbestimmung
  • Augenärztliche Untersuchung auf Erkrankungen
  • Allgemeine gesundheitliche Untersuchung

Die Operation kann nur durchgeführt werden, wenn Ihre Augen gesund sind. Außerdem müssen Sie psychisch und körperlich dazu imstande sein, die Operation durchzustehen. Mit Kosten von etwa 1.400 € pro Auge gehört die LASEK zu den preiswerteren Laserverfahren für die Augen zudem können Sie mit einer Brillen- bzw. Augenversicherung bis zu 1.000€ OP-Kosten sparen. Die Kosten variieren je nach:

 

  • Augenklinik
  • Anzahl der durchgeführten Operationen des Augenarztes
  • Leistungsumfang

 

Die LASEK wird ebenso wie die LASIK seit vielen Jahren erfolgreich angewendet. Auch in Deutschland ist sie sehr verbreitet und wird in vielen Augenkliniken in nahezu jeder größeren Stadt durchgeführt.

Durchführung der LASEK-Operation

 

Achten Sie am Tag der Operation darauf, die Augenpartie gründlich zu reinigen. Auf Make-up und andere Kosmetikprodukte sollten Sie verzichten.

 

Das Augenlaserverfahren nach LASEK wird ambulant durchgeführt. Bevor die eigentliche Operation beginnt, werden Ihre Augen mit speziellen Augentropfen betäubt. Zusätzlich werden Ihre Augen fixiert, um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten. Keine Angst: Wenn Sie sehr aufgeregt sind, gibt Ihnen der Arzt ein Beruhigungsmittel.

Zu Beginn kommt eine Flüssigkeit in das Auge, die das Deckhäutchen der Hornhaut aufweicht. So kann dieses zur Seite geschoben werden. Ist die Hornhautoberfläche für die Operation freigelegt, geht der computergesteuerte Excimer-Laser ans Werk. Nun wird die Hornhaut so lange bearbeitet, bis der Sehfehler behoben und die Brechkraft des Auges korrigiert ist. Zum Schluss wird das Deckhäutchen mit einem Spatel zurückgeschoben.

 

Die LASEK-Methode kommt im Gegensatz zur LASIK und ReLEx Smile komplett ohne einen Schnitt in die Hornhaut aus. Eine weiche Kontaktlinse bietet Ihnen nach der OP Schutz vor Verunreinigungen und bleibt etwa 3 bis 5 Tage im Auge.

 

Der gesamte Eingriff dauert etwa 20 Minuten für beide Augen.

Nachbereitung der LASEK-OP

 

Für die Zeit direkt nach der Operation sollte Sie auf jeden Fall jemand begleiten. Denn Ihre Sicht ist kurz danach evtl. noch eingeschränkt und das Autofahren daher verboten. Da ist es gut, wenn jemand Sie sicher nach Hause bringt.

 

Nach dem Eingriff benötigen Ihre Augen einige Tage zur Regeneration. Nach etwa 3 bis 5 Tagen wird die schützende Kontaktlinse entfernt. Die volle Sehstärke erreichen Sie nach etwa einer Woche. Nach einem Monat bleibt diese stabil.

 

Der Augenarzt empfiehlt Ihnen für die ersten Tage nach der OP eine Sonnenbrille. Durch die erhöhte Lichtempfindlichkeit sind die Augen sonst schnell gereizt. In der Nacht sollten Sie außerdem eine Augenklappe als Schutz tragen. Diese verhindert, dass Sie sich reflexartige und unkontrolliert im Auge reiben.

 

In den ersten 2 Wochen nach der Operation sollten Sie kein Make-up tragen. Schweißtreibende Sportarten und den direkten Kontakt mit Wasser sollten Sie ebenfalls vermeiden. Auf Schwimmen, Sauna und Solarium verzichten Sie am besten bis zu 4 Wochen nach dem Eingriff.

Vor- und Nachteile von LASEK

 

Die LASEK gehört zu den klassischen Methoden der Augenlaserbehandlung. Dennoch ist das Verfahren keinesfalls veraltet. Die Vorteile der LASEK sind unter anderem:

 

  • Anwendung auch bei dünner Hornhaut
  • Schnelle Durchführung
  • Jahrzehntelange Erfahrung
  • Kein Schnitt in die Hornhaut (Flap) und damit geringeres Infektionsrisiko

 

Die LASEK hat folgende Nachteile:

 

  • Vergleichsweise langer Heilungsprozess
  • Häufig Entzündungsbildung, Trockenheitsgefühl und Augenbrennen nach der OP
  • Nicht bei hohen Dioptrienwerten (speziell Weitsichtigkeit) anwendbar
  • Sehr selten: Einwachsen bzw. Faltenbildung des Deckhäutchens

Fazit:

 

Die LASEK-Methode gibt es seit fast 30 Jahren. Dennoch ist die Art der Laserbehandlung modern und weit verbreitet. Sie gilt zudem als schonend und kann auch bei dünner Hornhaut durchgeführt werden. Für viele ist die LASEK daher die Alternative zur LASIK.

 

Welche Augenlasermethode für Sie geeignet ist, entscheidet sich nach Ihren individuellen Voraussetzungen und der Art Ihrer Fehlsichtigkeit. Allgemeine Informationen und eine Übersicht aller Lasermethoden finden Sie hier: