Doppelkarte


Doppelkarte


Erinnern Sie sich noch an die Doppelkarte, Deckungskarte oder Versicherungsbestätigungskarte?

Alle drei Begriffe bezeichnen im Prinzip dasselbe. Vielen sind sie noch geläufig, obwohl es die Karte gar nicht mehr gibt. Doch jahrzehntelang war sie im Einsatz: Bevor die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) eingeführt wurde, konnte man damit Fahrzeuge an- oder ummelden.

 

Der Begriff „Doppelkarte“ war verbreitet, weil die Karte aus zwei Ausführungen bestand. Sie enthielt wichtige Informationen zum Versicherungsnehmer bzw. Fahrzeughalter und zu seinem Kfz. Ab 2003 wurde das Zulassungsverfahren nach und nach modernisiert und die Doppelkarte im Zuge dessen abgeschafft.

Mit der Doppelkarte zur Kfz-Zulassungsstelle
 

Die Doppelkarte musste der Fahrzeughalter bei seiner Kfz-Versicherung anfordern. Er erhielt sie dann per Post und gab sie bei der Kfz-Zulassungsstelle ab. Diese behielt ein Exemplar und schickte die Durchschrift der Doppelkarte wieder zurück an die Kfz-Versicherung. Sobald sie dort eingegangen war, bestand vorläufige Deckung, also vorläufiger Versicherungsschutz für Haftpflichtschäden am Fahrzeug.
 

Vor der Zulassung eine Deckungskarte zu beantragen war unverzichtbar. Denn mit der Ausstellung erklärte sich die Versicherung bereit, eine Kfz-Haftpflichtversicherung mit dem Kunden abzuschließen. Diese ist bis heute gesetzlich vorgeschrieben und Voraussetzung dafür, dass ein Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen darf. Der Fahrer könnte schließlich einem Dritten einen Sach- oder Personenschaden zufügen. Und der muss auch dann gedeckt sein, wenn sein Vermögen dafür nicht ausreicht.


Mit der Kaskoversicherung hat die Doppelkarte übrigens nichts zu tun. Die leistet bei Schäden am eigenen Fahrzeug und muss gesondert abgeschlossen werden.


Elektronische Versicherungsbestätigung statt Doppelkarte


Die Deckungs- bzw. Doppelkarte gibt es schon länger nicht mehr: Am 01.03.2008 wurde sie von der elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) abgelöst, einer siebenstelligen Kombination aus Zahlen und Buchstaben.


Genau wie die Doppelkarte muss auch die eVB bei einem Kfz-Versicherer beantragt werden. Der teilt dem Kunden die eVB-Nummer mit – je nach Versicherer per Post, per E-Mail, online, telefonisch oder per SMS.


Tipp: Nach einem Online-Abschluss bei ERGO Direkt Versicherungen wird Ihnen die eVB-Nummer sofort angezeigt!


Die Versicherungsbestätigung hinterlegt er in einer zentralen Datenbank.

Für die Zulassungsbehörden ist das praktisch: Sie sind über das Kraftfahrt-Bundesamt an diese Datenbank angebunden. Dort können sie über die eVB-Nummer die Daten zu Versicherungsnehmer/Halter und Fahrzeug für die Zulassung abrufen. Außerdem erfahren sie auf diesem Weg, wenn der Kunde zu einer anderen Versicherungsgesellschaft wechselt oder der Versicherer den Kfz-Vertrag kündigt. So ist mit der Doppelkarte auch einiger bürokratischer Aufwand weggefallen.


Wann ist eine eVB-Nummer erforderlich?


Eine elektronische Versicherungsbestätigung brauchen Sie in folgenden Fällen:

  • Sie möchten ein Fahrzeug neu zulassen.
  • Sie wechseln das Fahrzeug.
  • Sie sind umgezogen und benötigen ein neues Kennzeichen.
  • Sie möchten ein Kurzzeitkennzeichen beantragen, z. B. für eine Probefahrt oder eine Überführung.
  • Sie möchten ein bisher stillgelegtes Kfz zulassen.
  • Sie möchten ein Fahrzeug auf einen anderen Halter ummelden.
  • An Ihrem Fahrzeug gab es Änderungen, die Sie der Zulassungsstelle melden müssen.

 

Eine der genannten Situationen trifft auf Sie zu? Dann beantragen Sie die elektronische Versicherungsbestätigung am besten gleich. Sie ist in der Regel sechs Monate lang gültig. Wenn Sie sie innerhalb dieses Zeitraums nicht nutzen, brauchen Sie nichts zu tun. Die eVB-Nummer verfällt dann einfach.

Übrigens: Wenn Sie Ihre Kfz-Versicherung wechseln möchten, müssen Sie sich über die eVB-Nummer keine Gedanken machen. Ihr neuer Versicherer sorgt dafür, dass die Nummer in der Datenbank des Kraftfahrt-Bundesamts geändert wird.