Todesfall

Ein Todesfall in der Familie bedeutet eine enorme Belastung. Wer gerade einen nahestehenden Menschen verloren hat, befindet sich in einer psychischen Ausnahmesituation. Trauer, aber auch Überforderung können schnell übermächtig erscheinen. Wer kann und will sich da schon mit Organisatorischem und Behördengängen herumschlagen?

Doch leider lässt sich das nicht vermeiden. Vieles muss nun geregelt werden, und das in kurzer Zeit. Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten.

Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir eine Liste zusammengestellt. Darauf finden Sie wichtige Punkte, die Sie bei einem Todesfall beachten müssen.
 

Leitfaden für Hinterbliebene

Leitfaden ERGO Direkt

 
Hier können Sie sich den "Leitfaden für Hinterbliebene" als PDF herunterladen:

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Ergänzend empfehlen wir Ihnen die Seite www.nachlassbegleiter.de mit umfangreichen Informationen zu den Themen Todesfall und Vorsorge.

Todesfall: Was Sie jetzt dringend tun müssen

Direkt nach dem Todesfall sollten Sie diese Dinge erledigen:

  • Nahe Angehörige benachrichtigen
  • Wichtige Verfügungen und Dokumente des Verstorbenen zusammenstellen, z. B. Organspendeausweis, Bestattungsvorsorge, Personalausweis, Geburts-/Heiratsurkunde
  • Der Krankenkasse des Verstorbenen den Todesfall mitteilen
  • Die Rentenversicherung benachrichtigen

Sie können oder wollen sich nicht selbst mit der Organisation belasten? Wenn Sie möchten, informiert der Bestatter die Krankenkasse und die Versicherungen. Die anfallenden Kosten stellt er in Rechnung.

In den Tagen nach dem Todesfall ist Folgendes zu tun:

Das Standesamt über den Todesfall informieren und Sterbeurkunden beantragen

  • Beim Nachlassgericht einen Erbschein beantragen und ein nicht amtliches Testament einreichen (falls vorhanden)
  • Gegebenenfalls den Arbeitgeber des Verstorbenen informieren
  • Einen Bestatter auswählen (z. B. auf www.bestatter.de, der Homepage des Bundesverbandes Deutscher Bestatter)
  • Die Art der Bestattung klären (Erd-, Feuer-, Seebestattung usw.)
  • Einen Pfarrer oder Trauerredner beauftragen
  • Weitere Angehörige und Freunde über den Todesfall informieren
  • Trauerkarten versenden
  • Eine Todesanzeige aufgeben
  • Blumenschmuck für Trauerhalle, Sarg und Grab bestellen
  • Ein Restaurant für das Trauermahl reservieren
  • Kleidung für die Beerdigung auswählen

Gegen eine zusätzliche Gebühr lässt der Bestatter den Todesfall beim Standesamt beurkunden. Auf Wunsch organisiert er z. B. auch die Todesanzeige, den Blumenschmuck, den Trauerredner, die Grabstelle, den Grabstein und das Trauermahl.

Was Sie in der Zeit nach dem Todesfall erledigen können

  • Mögliche finanzielle Ansprüche gegenüber Versicherungen, Behörden usw. geltend machen
  • Den noch laufenden Zahlungsverkehr stoppen
  • Die Wohnsituation klären (evtl. Mietvertrag, Strom, Telefon etc. kündigen)
  • Verträge, Mitgliedschaften und Abonnements kündigen
  • Banken benachrichtigen und ggf. Daueraufträge stornieren
  • Die Post über den Todesfall informieren und Sendungen umleiten lassen
  • Danksagungen an die Trauernden verschicken oder in die Zeitung setzen
  • Kränze und Blumenschmuck abräumen und die Grabpflege organisieren
  • Einen Steinmetz mit einem Grabmal und der Einfassung beauftragen
  • Das Finanzamt informieren (Steuererklärung; ggf. Abmeldung von der Kfz-Steuer)
  • Alle Unterlagen zum Todesfall in einer Akte zusammenfassen

Todesfall: Welche Unterlagen sind erforderlich?

Es ist unerlässlich, dass Sie sich einen Überblick über die Unterlagen des Verstorbenen verschaffen. Die folgenden Dokumente sind im Todesfall besonders wichtig.

Allgemeine Unterlagen, die Sie benötigen:

  • Personalausweis/Reisepass des Verstorbenen
  • Bei Ledigen: Geburtsurkunde
  • Bei Verheirateten: Heiratsurkunde bzw. Familienstammbuch
  • Bei Geschiedenen: Scheidungsurteil
  • Bei Verwitweten: Sterbeurkunde des Ehepartners des Verstorbenen
  • Unterlagen der Krankenkasse
  • Rentenunterlagen bzw. Rentenversicherungsnummer
  • Totenschein
  • Sterbeurkunde
  • Erbschein

Unterlagen für die Versicherung, die Sie bereitlegen sollten:

Der Verstorbene hat eine Versicherung bei uns (z. B. Lebens-, Renten-, Unfall- oder Sterbegeld-Versicherung)? Egal, ob er der Versicherungsnehmer oder nur die versicherte Person war – schicken Sie uns bitte in jedem Fall folgende Unterlagen:

  • Den Versicherungsschein
  • Eine Kopie der Sterbeurkunde
  • Bei einem Todesfall benötigen wir zusätzlich einige Informationen:
  • Namen und Adresse der begünstigten Person(en)
  • Die Bankverbindung der begünstigten Person (damit wir die Versicherungsleistung überweisen können)
  • Ihr Verwandtschaftsverhältnis zum Verstorbenen
  • Bei Tod durch einen Unfall: eine kurze Schilderung des Unfallhergangs und ggf. die entsprechenden Zeitungsberichte

Möglicherweise sind weitere Unterlagen erforderlich. Das hängt davon ab, welche Versicherungen der Verstorbene bei uns hatte. Was wir noch von Ihnen brauchen, teilen wir Ihnen zu gegebener Zeit mit. Sobald uns alle Dokumente vorliegen, kümmern wir uns um die Auszahlung der Versicherungsleistung.

Dabei möchten wir es Ihnen möglichst einfach machen. Wenn Sie wollen, überweisen wir die Leistung aus der Lebensversicherung direkt an den Bestatter. Alles, was Sie dafür tun müssen: dem Bestatter den Versicherungsschein geben. Er erledigt dann den Rest – Sie haben wegen des Todesfalls schließlich genug anderes zu organisieren.

Wir können Sie hier nur allgemein zum Thema informieren. Doch wir wissen: Jeder Todesfall ist anders. Die Angehörigen befinden sich immer in einer ganz individuellen Situation.

Falls Sie also nicht auf alle Ihre Fragen die passenden Antworten finden, können Sie uns gerne unter 0800 / 444 1000 anrufen. Wir sehen uns dann die Versicherungsunterlagen des Verstorbenen an und gehen alles Wichtige mit Ihnen durch.

Sie möchten selbst für den Fall der Fälle vorsorgen? Mit einer Sterbegeldversicherung entlasten Sie Ihre Angehörigen finanziell.

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