Trauer: Wenn die Seele leidet

Der Begriff Trauer bezeichnet eine Gemütslage, die durch ein trauriges Ereignis verursacht wurde. Meist ist dies der Tod eines nahestehenden Menschen oder auch eines liebgewonnenen Tieres.

Die Trauer kann auch schon zu Lebzeiten einsetzen, wenn der drohende Verlust bereits abzusehen ist, wie z.B. bei der Pflege eines Schwerkranken. Angehörige von Patienten im Koma oder von Demenzkranken beginnen bereits zu trauern, wenn der Betreffende noch am Leben ist.

Auslöser von Trauer können aber auch andere schwerwiegende Verluste sein. Die Trennung vom Lebenspartner, der Verlust von Haus und Heim, aber auch der Verlust der Heimat können starke Trauergefühle beim Menschen hervorrufen.

Trauer im Todesfall

Bei Trauer nach einem Todesfall war es früher üblich, eine Zeitlang nur schwarze Kleidung zu tragen. Verlor eine Frau ihren Ehemann, sollte sie nach gesellschaftlichem Verständnis ein Jahr lang nur in schwarzer Kleidung auftreten. Dieser Brauch wird heute nur noch selten angewandt.

Dagegen ist es bei Bestattungen auch jetzt noch üblich, in schwarzer oder dunkler, auf jeden Fall gedeckter Kleidung zu erscheinen. Wünschen die Hinterbliebenen dies nicht, müssen sie extra darauf hinweisen. In Traueranzeigen ist aus diesem Grund manchmal zu lesen: „Der Verstorbene/die Familie wünscht keine Trauerkleidung.“

Was hilft bei Trauer?

In jeder Gesellschaft finden sich besondere Rituale, welche die Trauer erträglicher machen sollen. Bekannt ist vor allem das Beklagen des Todes, durch demonstratives Wehklagen, Singen von Trauerliedern und Aufbahren des Leichnams.

Um Niedergeschlagenheit und Lethargie zu überwinden, kann dem Trauernden besonders körperliche Aktivität helfen. Dies bestätigen zahlreiche medizinische Untersuchungen. Bewegung und Sport dienen außerdem zur Ablenkung und beschleunigen die seelische Gesundung.

Der Prozess der Trauer verläuft in mehreren Phasen. Näheres hierzu finden Sie beim Thema Trauerbewältigung.

Ein Sonderfall: die Staatstrauer

Auch in einem größeren, überpersönlichen Rahmen ist Trauer möglich – bei der sogenannten Staatstrauer. Sie wird beim Tod von landesweit bekannten Politikern und verdienten Persönlichkeiten angeordnet und dauert in Deutschland bis zu einer Woche.

Bei der Staatstrauer werden die Fahnen auf öffentlichen Gebäuden auf Halbmast gesetzt, es gibt öffentliche Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen. Als oberster Repräsentant des Staates ruft der Bundespräsident die Staatstrauer aus, in Absprache mit der Regierung.

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