Was ist ein Pflegetagebuch?

Ein Pflegetagebuch dient dem Dokumentieren häuslicher Pflegeleistungen. Eine private Person, also ein Verwandter, Freund oder Bekannter hält mit einem Pflegetagebuch die Zeiten fest, die er für einen Pflegebedürftigen aufbringt.

Dokumentieren Sie schon vor dem Besuch des MDK-Gutachters

Ihr Pflegetagebuch zum Download

Zum Ermitteln Ihrer Pflegezeit haben wir Ihnen eine übersichtliche Vorlage erstellt. Einfach das PDF-Dokument downloaden, ausdrucken und ausfüllen.

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Darum lohnt es sich Pflegetagebuch zu führen

Das Pflegetagebuch dient der minutengenauen Aufzeichnung von häuslichen Pflegeleistungen. Es ist nicht leicht, einen Zeitaufwand von oft nur wenigen Minuten festzustellen, die Zeit zu stoppen und zu dokumentieren. Daher möchten sich pflegende Angehörige gerne davor drücken. Trotzdem sollten Sie auf diese wichtige Beweismethode nicht verzichten. Und die kann bares Geld bringen, wenn es um die Feststellung der Pflegestufe geht.

Tipp: Ein Pflegetagebuch führen Sie am besten schon vor dem Besuch des MDK-Gutachters. Er überprüft im Auftrag der Pflegekasse, ob und in welchem Umfang der Pflegebedürftige dauerhaft und regelmäßig Unterstützung benötigt. Berücksichtigt werden dabei die Bereiche der Grundpflege. Dazu gehören Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Mobilität und die hauswirtschaftliche Versorgung. Erst wenn „erhebliche Pflegebedürftigkeit“ festgestellt wird, erfolgt die Zuteilung einer Pflegestufe.

Auch um den „besonderen Betreuungsbedarf" beispielweise von Pflegebedürftigen mit Demenz zu ermitteln, empfiehlt sich der Nachweis durch ein Pflegetagebuch. Für Betroffene und pflegende Angehörige ist der Besuch des medizinischen Dienstes deshalb ein wichtiger Termin, auf den sie sich vorbereiten sollten. Übrigens: Auch für den Fall der erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz (Pflegestufe 0), z. B. aufgrund von Demenz, können Sie sich mit einer privaten Pflegezusatzversicherung absichern.

Legen Sie das Pflegetagebuch vor, wenn die Mitarbeiter des MDK die Begutachtung durchführen. Ihre Eintragungen liefern den Gutachtern wichtige Daten zur Ermittlung des Pflegebedarfs. Und: Falls Sie mit dem Bescheid der Pflegekasse nicht einverstanden sind, befinden Sie sich mit Ihrer Dokumentation auf der sicheren Seite. Damit können Sie auch bei einer eventuellen Klage vor dem Sozialgericht Ansprüche besser untermauern.

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