Zahnwissen

An dieser Stelle finden Sie Wissenswertes rund um den Zahn: Lesen Sie unser Zahnwissen von Zahnaufbau und Zahnentwicklung über Zahnentwicklungsstörungen bis zur Behandlung empfindlicher Zahnhälse und erfahren Sie so, wie Zähne gesund und stark bleiben!

Zahnaufbau

 

Ein Zahn ist aus verschiedenen Schichten und Substanzen aufgebaut. Oben liegt das Schmelzoberhäutchen (Cuticula dentis). Es besteht aus einem hornähnlichen Stoff und wird nicht durchblutet. Es ist gegen Schmerzen unempfindlich und schützt den Zahnschmelz vor Bakterien.

Der Zahnschmelz bildet die äußere Schicht des Zahns. Es ist die härteste Substanz im menschlichen Körper, die hauptsächlich aus Kalziumphosphat, Fluor, Proteinen und Wasser besteht. Zahnschmelz hat die Funktion, das Zahninnere gegen schädigende Einflüsse von außen (Säuren, Bakterien, usw.) zu schützen. Übrigens steht der Kalziumgehalt des Zahns nach dem Zahndurchbruch fest und kann fortan nicht erhöht werden. Deshalb ist es wichtig für die Zahngesundheit, kleinen Kindern kalziumhaltige Nahrung zuzuführen.

Unter dem Zahnschmelz liegt das Dentin oder auch Zahnbein als Schutz für den Kronen- und Wurzelbereich. Dentin hat einen geringeren Mineralgehalt als der Zahnschmelz und ist Säuren und Bakterien somit schutzloser ausgesetzt. Allerdings kann Dentin vom Körper nachgebildet werden.

Der Wurzelbereich oder auch Pulpa liegt in einem komplett vom Dentin umschlossenen Hohlraum. Die Pulpa setzt sich zusammen aus Blutgefäßen, Lymphgefäßen, Nervenbahnen, Bindegewebe und Zellen zur Dentinbildung, den Odontoblasten. Die Pulpa ist für die Vitalität und Sensibilität des Zahns zuständig und steuert Entwicklung, Reifung und Erhaltung.

Um das Dentin liegt der Zahnzement, der die Zahnwurzel vom Schmelzrand bis zur Wurzelspitze bedeckt. Er zählt zum Zahnhalteapparat, wie auch der Faserapparat und der Knochen, die den Zahn umgeben. Zahnzement besteht aus mineralisiertem Bindegewebe. Der Faserapparat verankert die Zahnwurzel im Knochen und verhindert gleichzeitig, dass der Zahn bei Druck zu tief in den Knochen gedrückt wird.

Schließlich umgibt Zahnfleisch, Gingiva, den Zahnhals und verbindet ihn mit der Oberfläche. Gesundes Zahnfleisch ist rosa und straff.

 

Zahnentwicklung

Die Entwicklung der Zähne beginnt bereits vor der Geburt – etwa 40 Tage nach Befruchtung der weiblichen Eizelle. Die Durchbruchzeiten lassen sich grundsätzlich nicht genau festlegen. Aber allgemein kann man mit dem Durchbruch der Milchzähne zwischen dem sechsten und 30. Lebensmonat rechnen, wobei ein frühzeitiger oder verspäteter Durchbruch nichts Ungewöhnliches ist. Meistens kommen die zwei mittleren Schneidezähne des Unterkiefers als erstes, die Backenzähne (Molaren) zuletzt. Die bleibenden Zähne brechen zwischen dem sechsten und 13. Lebensjahr durch, die Weisheitszähne folgen dann erst einige Jahre später. Die Zähne im Unterkiefer kommen oft früher, als die entsprechenden Oberkieferzähne. Eine Röntgenuntersuchung kann eine Nichtanlage der Zähne frühzeitig herausstellen, ebenso eine Veranlagung für zusätzliche Backenzähne.

Entwicklungsstörungen der Zähne

Häufig verläuft die Entwicklung der Zähne nicht ganz so, wie sie sollte. Das kann verschiedene Ursachen haben. Man unterscheidet primäre – also angeborene – und sekundäre Veränderungen. Diese werden in drei Kategorien eingeteilt:

  • Die erste Kategorie umfasst Veränderungen in der Form, Zahl und Größe der Zähne. Es gibt angeborene Nichtanlagen, die im Erbgut gespeichert sind, ebenso eine erworbene Über- oder Unterzahl aufgrund einer zufälligen lokalen Störung in der Entwicklung während der Schwangerschaft. Formveränderungen treten häufig bei angeborener Syphilis auf, es gibt aber auch Zwillingsbildungen oder Verschmelzungen.
  • In der zweiten Kategorie findet man Störungen der Bildung der Zahnhartsubstanzen, die beispielsweise bei Verletzungen, Infektionskrankheiten, Rachitis oder genetischen Defekten auftreten können. Teilweise kann der Schmelzüberzug komplett fehlen.
  • Die dritte Kategorie enthält verschiedene Zahnverfärbungen. Man unterscheidet Einlagerungen und Auflagerungen. Ursachen hierfür können chemische oder traumatische Einflüsse oder innere Erkrankungen sein. Verfärbungen durch äußere Einflüsse wie Kaffee oder Tee lassen sich durch Politur gegebenenfalls etwas mindern. Alle anderen Verfärbungen lassen sich nicht rückgängig machen, höchstens mittels Überkronung oder durch prothetische Maßnahmen beheben.

Damit sich die Zähne Ihres Kindes gesund entwickeln, sollte es alle dafür wichtigen Nährstoffe bekommen. Eine gesunde Ernährung ist deshalb besonders wichtig. Es sollten darin genügend Eiweiß, Vitamine und Spurenelemente enthalten sein, genauso wie die wichtigen Mineralstoffe, Fluorid, Eisen, Kalzium und Phosphat. Gut für die Zähne sind vor allem Nahrungsmittel, die gekaut werden müssen und so auch für die richtige Entwicklung des Kiefers und für regen Speichelfluss sorgen.

Sind alle Zähne durchgebrochen, hat ein Erwachsener 28 bleibende Zähne + vier Weisheitszähne.

Empfindliche Zahnhälse

Normalerweise werden unsere Zähne durch den widerstandsfähigen Zahnschmelz geschützt, der bis zum Zahnfleischrand reicht. Zieht sich das Zahnfleisch durch Bakterien oder andere Einflüsse zurück oder reicht die schützende Schmelzschicht, die unsere Zähne umgibt, nicht mehr aus, können Reize über die Dentalkanälchen ungehindert zu den Nerven vordringen. Solche Reize können bereits durch kalte Luft, süßes oder saures Essen verursacht werden.

Meistens liegt dann eine Erkrankung des Zahnhalteapparats, die so genannte Parodontitis, vor. Im Verlauf dieser Entzündung bildet sich das schützende Zahnfleisch immer weiter zurück.

Aber auch eine falsche Putztechnik, stark abrasive Zahnpasta, harte Zahnbürsten oder ein zu hoher Putzdruck können das Zahnfleisch so verletzen, dass es sich vom Zahn zurückzieht.

Äußere Einflüsse wie nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus) können ebenfalls Schuld an freiliegenden Zahnhälsen sein. Somit geht ein wichtiger Schutz verloren, Bakterien gelingt es leichter, sich an entzündeten Stellen festzusetzen.

Bei freiliegenden Zahnhälsen werden unterschiedliche Reize durch die feinen Kanälchen an den Zahnnerv weitergeleitet und lösen Schmerzen aus. Aufgrund dieser Schmerzen wird die Zahnhygiene oft weiter vernachlässigt, was zu ernsthaften Zahn- und Zahnfleischerkrankungen und schließlich auch zum Zahnverlust führen kann.

Therapie

Gegen die Überempfindlichkeit versiegelt der Zahnarzt die freiliegenden Zahnhälse mit einem Fluoridlack oder trägt einen Kunststoff auf, der die Dentinkanälchen verschließt. Ist die Schädigung so groß, dass diese Mittel nicht mehr helfen, lindern meist nur noch eine Zahnhalsfüllung oder eine schützende Zahnkrone die Schmerzen. Andernfalls gibt es auch noch die Möglichkeit, parodontalchirurgische Methoden anzuwenden, bei denen das Zahnfleisch wieder über den Zahnhals gelegt wird.

Um sich beim Zahnarzt die bestmögliche Behandlung leisten zu können – ohne Angst vor den Kosten – können Sie private Vorsorge treffen. Wo die Gesetzliche nicht bezahlt, können Sie günstigen und zuverlässigen Versicherungsschutz von ERGO Direkt Versicherungen nutzen – für Zahnerhalt und Zahnersatz. Hier finden Sie Ihre Möglichkeiten.

 

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