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Erste Hilfe am Kind

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TIPPS FÜR DIE ERSTBEHANDLUNG VON VERLETZTEN KINDERN

 

Die meisten Unfälle passieren zu Hause. Was zu tun ist bei Verletzungen und anderen Unfällen, zeigt diese Übersicht. Doch grundsätzlich gilt: Absolvieren Sie einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder und Babys.

 

Stürze im Kindesalter sind unvermeidlich. Am häufigsten sind Verletzungen am Kopf:

 

Kleine Beulen sofort kühlen und Notfallcreme auftragen. Sollte diese nicht zur Hand sein, genügt auch Olivenöl. Damit wird die Beule schneller wieder verschwinden.

 

Bei einer Platzwunde: Zuerst das Blut stillen, mit einem sauberen Tuch. Sollte das nicht zur Hand sein, genügt ein möglichst sauberes Kleidungsstück. Sobald Sie das Verbandsmaterial haben, legen Sie einen Druckverband an: Mullbinde auf die Verletzung und mit einem Verband fest fixieren. Danach zum Arzt gehen.

 

Bei diesen Erscheinungen bitte sofort ins Krankenhaus fahren:

 

  • Das Kind ist bewusstlos.
  • Das Kind hat starke Kopfschmerzen.
  • Das Kind erbricht.
  • Das Kind blutet aus dem Ohr.

 

Zahn ausgeschlagen: Grundsätzlich kann man den Zahn wieder einpflanzen, vorausgesetzt er wird feuchtgehalten und trocknet nicht aus. Am besten den Zahn in etwas H-Milch geben und ab damit zum Zahnarzt. Sollten Sie keine H-Milch zur Hand haben, geht sterile Kochsalzlösung oder ein neuer Gefrierbeutel. Auf keinen Fall darf der Zahn im Mund behalten werden, wegen der Keime.

 

Ersticken durch Atemnot nach Verschlucken eines Fremdkörpers:

 

Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und den Heimlich-Handgriff zu beherrschen. Der Heimlich-Handgriff getrennt nach Baby und Kind in jeweils zwei Methoden:


Bei Babys:

 

1. Rückklopfmethode: Das Baby mit dem Gesicht nach unten auf den Unterarm legen; mit der anderen Hand fünf Mal zwischen die Schulterblätter klopfen.
2. Heimlich-Manöver: Mit zwei Fingern fünf Mal auf die Mitte des Brustkorbs drücken.

 

Bei Kindern:


1. Rückklopfmethode: Das Kind mit dem Gesicht nach unten über den Oberschenkel legen und dann mit der anderen flachen Hand fünf Mal zwischen die Schulterblätter klopfen.
2. Heimlich-Manöver: Das Kind vor sich stellen, selbst dahinterstellen oder knien –  je nach Größe des Kindes – und mit beiden Armen vor der Brust des Kindes die Hände falten; fünf Mal die Arme schnell zu sich ziehen.

 

Sollte das Kind bewusstlos sein, mit der Wiederbelebung beginnen:

 

Bei der Herzdruckmassage muss das Kind flach in Rückenlage auf dem Boden liegen. Selber daneben knien, sodass sich Ihre Schultern über dem Brustbein des Kindes, also in der Mitte des Brustkorbs, befinden. Die übereinander gelegten Hände auf das Brustbein legen und mit ausgestreckten Armen kräftig das Brustbein herunterdrücken – 30 Mal in einer bestimmten Frequenz, nämlich 100 Schläge pro Minute. Zur Orientierung dient der Refrain des Liedes „ah, ah, ah – Stayin alive …“ oder noch besser das Lied „Disco Science“ von Mirwais.

 

Um das Ersticken an Zunge und Mageninhalt auf jeden Fall zu vermeiden, ist die stabile Seitenlage erforderlich: Das Kind auf die Seite drehen, möglichst ein Bein anwinkeln, damit es stabil seitlich liegen bleibt, und wichtig: Gesicht leicht abwärts drehen und den Mund öffnen.

 

Vergiftung beim Kind

 

Zu allererst herausfinden, was eingenommen wurde, wann und wie viel. Mit diesen Informationen den Giftnotruf anrufen. (Rufnummer ist örtlich unterschiedlich, einen Überblick gibt das Bundesamt für Verbraucherschutz. Vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt es eine App mit integriertem Giftnotruf-Knopf.)
Stellt sich nach der Information beim Giftnotruf heraus, dass die Vergiftung schwerwiegender ist, sofort den Notruf 112 anrufen.

 

Verbrennungen

 

Sofort mit lauwarmen Wasser kühlen (nicht mit kaltem Wasser!). Bei schweren Verbrennungen (es sind mehr als fünf Prozent der gesamten Körperoberfläche verbrüht) sofort den Notruf 112 rufen.

 

Ertrinken eines Kindes in der Badewanne ist keine Seltenheit

 

Das Kind muss sofort geborgen und nach Lebenszeichen abgesucht werden: Ist ein Puls spürbar? Hebt und senkt sich die Bauchdecke? Ist Atem fühlbar? Sind keine Lebenszeichen zu erkennen, erfolgt die Herzdruckmassage, danach das Kind in die Seitenlage bringen, bis der Notarzt eingetroffen ist.

 

Zecken selbst zu entfernen sollten alle Eltern wagen

 

Je früher die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Infektionsrisiko:
Wichtig ist, den Zeckenkörper nicht zu drücken. Deswegen empfiehlt sich die Zeckenkarte. Sollte die nicht zur Hand sein, eine Zeckenpinzette oder eine andere Pinzette verwenden, die aus Metall (nicht Kunststoff!) ist. Nachdem die Zecke entfernt wurde, kann zur Sicherheit ein Arzt aufgesucht werden.

Checkliste ausdrucken und zu Hause aufhängen

        


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