Fahrrad fahren lernen

Freizeit


Mit dieser Checkliste bringen Sie Ihrem Kind das Fahrrad fahren im Straßenverkehr bei. Die weiteren Fakten zu Regeln und Risiken für radfahrende Kinder zeigen Ihnen genau, worauf Sie achten müssen.

 

1. Üben im geschützten Raum, zum Beispiel im Park oder auf einem privaten Parkplatz

 

  • Bremsen lernen: Vorder- und Hinterbremsen gleichzeitig nutzen
  • Kurven fahren lernen
  • mit einer Hand fahren können
  • Motorik verbessern: anfahren, langsam fahren, ohne dass das Fahrrad umkippt
  • Sicherheitsblick üben: sich umdrehen und dabei die Spur halten. Konkret nach links, rechts und nochmal links blicken. Testen Sie dabei, ob Ihr Kind über die linke Schulter weit genug nach hinten schaut! Halten Sie zum Beispiel eine Karte hoch und lassen Sie sich vom Kind sagen, was auf der Karte gezeigt wird.
  • Nicht zu viel Kritik ausüben, sondern Geduld haben

 

Grundsätzlich gilt: Möglichst früh an den „echten“ Straßenverkehr gewöhnen!

2. Auf der Straße

 

  • Zuerst voraus fahren und zeigen, wie es geht
  • Relativ schnell das Kind voran fahren lassen – das Kind dabei im Blick haben
  • Konkret zeigen: Straßenschilder erklären, Sicherheitsabstand zu parkenden Autos einhalten, Sicherheitsblick üben, auf weitere Risiken aufmerksam machen, insbesondere toten Winkel:
  • Sich sichtbar machen: Blickkontakt zum Fahrer suchen (direkt oder über Außenspiegel: „Siehst Du ihn, kann er Dich auch sehen!“). Im Auto Kindern zeigen, dass Radfahrer nicht gesehen werden (toter Winkel).
  • Vorbildfunktion einnehmen: Auf dem Fahrrad einen Helm tragen und generell im Straßenverkehr Gelassenheit vermitteln, auch als Autofahrer sich Radfahrern gegenüber fair verhalten.

 

Grundsätzlich gilt: Verkehr entschleunigen, denn Hektik begünstigt Unfälle!

 

Die größten Risiken für radfahrende Kinder

 

  • Rechtsabbiegende Autos, Transporter und Lkws
  • Parkende Autos
  • In den fließenden Verkehr einordnen 

 

Wo und wann dürfen Kinder fahren?

 

  • Kinder bis acht Jahre müssen auf dem Gehweg – statt auf der Straße – fahren. Auch auf Fahrradwegen dürfen sie noch nicht fahren, außer es ist ein Geh- und Fahrradweg in einem.
  • Bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen Kinder Gehwege benutzen. Danach müssen Sie, wie Erwachsene, auf der Straße oder Fahrradwegen fahren.

Eltern nicht mehr im Dilemma

 

Seit Ende 2016 dürfen Eltern ihre Kinder mit dem Fahrrad auf dem Gehweg legal begleiten. Die Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) besagt, dass eine Begleitperson ab 16 Jahren ein Kind bis zum achten Lebensjahr radfahrend auf dem Gehweg begleiten darf.

 

Zudem dürfen Kinder unter acht Jahren auch auf „baulich angelegten Radwegen“ fahren, nicht aber auf Radfahr- und Schutzstreifen.

 

Vor dieser Gesetzesänderung mussten Eltern auf dem Radweg oder der Straße fahren, während ihre Schützlinge bis zum achten Lebensjahr den Gehweg nutzen musste. Eine Aufsichtspflicht war damit in den meisten Fällen nicht gewährleistet. Diese Änderung soll Eltern und Kinder auch dazu motivieren, ihre alltäglichen Wege auf dem Fahrrad zurückzulegen.   

 


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