Internet im Ausland: Tipps für WLAN-Sicherheit und günstiges Surfen

 

Internet im Ausland

Empfehlungen von Reise-Bloggerin Anja Beckmann


E-Mails checken, Onlinebanking oder auf Social Media posten – viele nutzen das Internet auch im Ausland. Als Reiseblogger war ich ein Jahr lang auf Weltreise und verbringe nun vier Monate im Jahr in anderen Ländern. Im Artikel verrate ich Ihnen meine besten Tipps, wie Sie das Internet auf Reisen ohne Datendiebstahl oder hohe Rechnungen nutzen können.

 

Nicht nur auf Geschäftsreisen, sondern auch im Urlaub möchten viele auf das Internet nicht verzichten.

 

Ich habe inzwischen schon mehr als 50 Länder besucht: Ich bin mit dem Motorroller nach Italien gefahren, war mit der Motoryacht zu Kroatiens Inseln unterwegs oder bin in Australien am Great Barrier Reef schnorcheln gegangen.

 

Unvergessliche Erlebnisse, die ich über mein Blog und Social Media teilen möchte – auch von unterwegs. Dazu kommt: Ich kann als Reiseblogger und Social Media Berater ortsunabhängig arbeiten, also selbst auf Reisen meinen Lebensunterhalt verdienen. 

 

Internetnutzung auf Reisen

 

Auf meiner Weltreise habe ich meist Internetcafés mit öffentlich zugänglichen PCs genutzt. Inzwischen bin ich mit Smartphone und Notebook unterwegs. Am Flughafen, im Hotel und in Cafés logge ich mich in öffentliche WLAN-Netze ein.

 

Wofür ich das Internet auf Reisen nutze:

 

  • E-Mails abrufen
  • Mit meinen Lieben telefonieren
  • Internetbanking durchführen
  • Wetter checken
  • Informationen zu Sehenswürdigkeiten suchen
  • Flüge und Hotels buchen
  • Mit Google Maps meinen Weg finden
  • Neue Artikel auf mein Blog stellen
  • Auf Facebook, Twitter oder Instagram posten
  • Filme und Serien über Netflix streamen
  • E-Books herunterladen

 

Öffentliche WLAN-Netze: Gefahren und Sicherheitstipps 

 

Rund 59 Prozent aller deutschen Urlauber verwenden öffentliche WLAN-Netze. Das hat eine Umfrage des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik ergeben. 

 

Einige der Netze sind komplett offen. Bei anderen brauchen Sie ein Passwort, das aber für alle gleich ist. In beiden Fällen kann jeder bei Ihnen unverschlüsselte Daten mitlesen.

 

Übertragen Sie darum vertrauliche Informationen wie Kredit- und Bankdaten nur über verschlüsselte Verbindungen. Beim Notebook können Sie im Browser eine verschlüsselte Verbindung daran erkennen, wenn das „http“ einer URL durch ein „s“ ergänzt wird, also "https" vor dem Rest der Webadresse steht.

 

Bei den Apps für Smartphones und Tablets ist teilweise nicht zu erkennen, ob es sich um eine verschlüsselte Verbindung handelt. In einigen Apps lässt es sich einstellen; hier sollten Sie dann auf jeden Fall die verschlüsselte Verbindung nutzen.

 

Vor der Reise sollten Sie bei allen Geräten, die Sie mitnehmen (Zum Beispiel Smartphone, Tablet oder Notebook), die Sicherheits- und Verschlüsselungsfunktionen auf den neusten Stand bringen. Sie sollten die Passwortabfrage einstellen und sensible Daten auf den Geräten verschlüsseln.

 

Sicherer als ein offenes Netzwerk oder ein Netzwerk mit einem Passwort für alle ist übrigens, sich mit einem Nutzernamen und einem individuellen Passwort anzumelden, wie Sie es auch in vielen Hotels tun müssen.

 

Die sicherste Variante: Für sensible Daten wie beim Onlinebanking gehen Sie über das Mobilfunknetz ins Internet. Hierbei nutzen Sie Ihr Smartphone als WLAN-Sender und verbinden dann Ihren Laptop damit. Das Ganze geht kostengünstig zum Beispiel mit einem Datenpaket fürs Ausland oder einer lokalen Prepaid-SIM-Karte.

 

Öffentlich zugänglicher PC: Sicherheitstipps 

 

Ob im Hotel oder im Internetcafé – wer kein Notebook dabei hat, der kann öffentlich zugängliche PCs nutzen. Diese Computer werden aber meist von vielen in Gebrauch genommen. 

 

Aus Sicherheitsgründen würde ich es immer bevorzugen, mit meinen eigenen Geräten ins Netz zu gehen. Bei diesen weiß ich, dass sie einen Virenschutz haben, die Firewall aktiviert und das Betriebssystem up to date ist.

 

Falls Sie doch einen öffentlich zugänglichen PC verwenden wollen: Vertrauliche Daten wie für das Onlinebanking oder die Kreditkarten sollten niemals dort eingegeben werden. Sie können nicht überprüfen, ob der Rechner z. B. mit Schadprogrammen infiziert ist.

 

Sollten Sie bei allen anderen Websites die Abfrage erhalten „Passwort für diese Seite merken?“, verneinen Sie.

 

Bei Social Media Diensten wie Facebook müssen Sie sich nach der Sitzung unbedingt ausloggen. Auch bei allen anderen Seiten, bei denen Sie sich anmelden mussten.

 

Laden Sie keine sensiblen Daten auf den Desktop herunter, beispielsweise PDFs von Reiseunterlagen. Wenn Sie es müssen, vergessen Sie nicht, alles vollständig zu löschen, also auch den Papierkorb am Ende Ihrer Sitzung zu leeren. Zudem sollten Sie nach Gebrauch des PCs zusätzlich den Cache löschen.

Kein teures Roaming – kostengünstiges Internet im Ausland

 

Im Inland haben die meisten für ihr Smartphone eine Internetflatrate. Roaming-Gebühren sind Kosten, die dafür entstehen, dass Sie mit Ihrer deutschen SIM-Karte ein ausländisches Mobilfunknetz nutzen.

 

Ich habe bei meinem Mobilfunkanbieter ein EU-Datenpaket dazu gebucht, das pro Monat fünf Euro mehr kostet. So kann ich die Internetflatrate auch im europäischen Ausland nutzen.

 

Eine gute Nachricht für alle Reisenden: Ab dem 15. Juni 2017 sollen die Roaminggebühren für EU-Länder entfallen.

 

Bei Fernreisen kaufe ich mir eine Prepaid-SIM-Karte mit Datentarif vor Ort. Das mache ich meist direkt bei meiner Ankunft im Flughafen. Die Mitarbeiter setzen die Karte ein und aktivieren sie für mich. 

 

Eine andere Möglichkeit ist, einen mobilen WLAN-Router mitzunehmen. In dieses kleine Gerät in Smartphone-Größe lässt sich eine lokale SIM-Karte einsetzen. Dann können Sie sich darüber mit mehreren Geräten über einen Zugangsnamen und ein Passwort einloggen.

Über Anja Beckmann

 

Anja Beckmann ist freiberufliche Social Media Beraterin und Reisebloggerin. Ihr Blog Travel on Toast ist unter den Top 10 der deutschsprachigen Reiseblogs. Inzwischen hat sie bereits über 50 Länder besucht und teilt ihre schönsten Bilder auf Instagram.


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