Urlaub mit Kindern fängt zu Hause an

Reisen


Gerade mit Kindern fängt der Urlaub nicht erst an, wenn man zusammen in Auto, Bahn oder Flieger sitzt. Die Vorfreude steigt bereits, wenn alle und man selbst kurz vor dem Urlaub gesund sind, so dass die Wahrscheinlichkeit schon mal hoch ist, den gemeinsamen Urlaub entspannt antreten zu können.

Bis jetzt mussten wir zwar nur ganz selten mal geplante Reisen absagen, aber vorgekommen ist es doch schon. Mit entsprechend großer Enttäuschung bei allen Familienmitgliedern. Darüber hinaus bleibt man meist auch noch auf den Kosten für gebuchte Züge oder Unterkünfte sitzen. Bei den großen Sommerurlauben haben wir deshalb zum Beispiel in der Regel eine kleine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen, die die Reiseveranstalter oder Ferienhausvermieter fast immer mit anbieten.

Packen für sechs: eine logistische Herausforderung

 

Und dann wartet, einige Tage vor der Abreise, ebenso unweigerlich die nächste  Aufgabe mit Chaospotenzial: das große Packen. Bei uns haben wir das mittlerweile nach einigen Versuchen klar geregelt: Anja packt, weil sie einfach die bessere Packstrategie hat und als Hebamme auch weiß, was in die Reiseapotheke muss. Und wenn zwei gleichzeitig packen, verlieren doch nur beide die Übersicht. Es ist also sinnvoller, wenn einer den Überblick hat.

Ich bin dafür seit jeher dafür zuständig, das Kofferaum- und Dachbox-Tetris zu übernehmen, um alles Gepackte ins Auto zu kriegen. Oder mich um die nicht immer ganz einfache Logistik zu kümmern, mit vier Kindern halbwegs entspannt zum Flughafen oder Bahnhof zu kommen.

Die Anreise: möglichst mit der Bahn

 

Am Tag vor der Abreise setzt dann natürlich die Aufregung ein. Die Kinder schlafen meist die Nacht vorher unruhig, aus Vorfreude auf die Reise. Je kleiner sie sind, umso mehr wissen wir zu schätzen, mit der Bahn zu reisen, wenn wir in Deutschland oder in die Nachbarländer verreisen. Niemand muss fahren und die Kids haben etwas mehr Bewegungsfreiheit. Natürlich reservieren wir immer Plätze, am besten in einem Abteil. Mit sechs Menschen belegen wir das mittlerweile komplett. Im Flugzeug ist das ganze natürlich deutlich begrenzter und beengter. Aber Fliegen mit vier Kindern ist ohnehin ein recht teures Vergnügen und die hohe damit verbundene Umweltbelastung lässt sich auch nicht wirklich schönreden.

Entspannen: weg vom Alltag  

 

m Sommer reisen wir am liebsten in ein Ferienhaus und gehen vor Ort viel Essen, um weniger Zeit mit "lästigen" Alltagsdingen zu verbringen. Im Frühjahr und Herbst bauen wir fast immer noch kürzere Urlaube ein, die wir dann bevorzugt im Hotel verbringen, um uns All-Inclusive verwöhnen zu lassen. Das heißt für uns: nicht kochen, nicht über Getränke nachdenken, kein Bett selbst machen. Wir freuen uns, einfach Zeit mit den Kids zu verbringen, ohne ihren Alltag organisieren zu müssen.

Mit Baby oder Kleinkind fällt das Verwöhnprogramm vor Ort meist flach - nur manchmal haben wir es hingekriegt, mal ins Spa zur Massage zu gehen. Die Kinderbetreuung nutzen wir meistens nicht, weil wir ja Zeit mit den Kids verbringen wollen - es gab aber auch schon Urlaube, in denen sie selbst in den fast immer verfügbaren Kids Club eines Hotels wollten. Durften sie dann auch.  

Immer dabei: Auslandskrankenschutz für alle

 

Natürlich heißt Urlaub auch in vielen Fällen, dass man ins Ausland reist - und dafür haben wir beide schon immer eine Auslandsreisekrankenversicherung, für uns und die Kinder. Zum Glück ist noch nichts Schlimmes passiert, aber wenn etwas passieren sollte, will man auf jeden Fall abgesichert sein. Im schlimmsten Fall wird man ohne Versicherung im Ausland nur behandelt, wenn man bar oder per Kreditkarte zahlt - das will man im Zweifel nicht erleben müssen. Und ohne Versicherung bekommt man diese Kosten zuhause natürlich nicht wieder zurück.

Natürlich dominiert bei uns vor allen Urlauben immer die Vorfreude. Aber damit sich diese auch in ungetrübten Urlaubsspaß verwandelt, ist ein bisschen Voraborganisation unabdingbar.

 

ÜBER CHRISTIAN GACA

 

Christian Gaca lebt in Berlin und arbeitet hauptberuflich als Videospielkritiker bei Gamereactor. Gemeinsam mit seiner Frau Anja Gaca betreibt er das Mutter-Hebammen-Vater Blog vonguteneltern. Das Paar hat vier Kinder.

Christian kümmert sich bei Von Guten Eltern viel um Design und Technik, schreibt aber auch immer wieder über Erlebnisse aus dem Familienalltag oder fotografiert den Inhalt seiner Väterhosentasche für Instagram.


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