Elektroauto und Hybrid

Verkehr



ELEKTROMOBILITÄT: STAATLICHE ZUSCHÜSSE BEIM KAUF VON E-AUTOS


Fossile Energieträger sind eine endliche Ressource, die uns in naher Zukunft nicht mehr ausreichend zur Verfügung stehen wird. Je nach Schätzung reichen Erdöl und Erdgas noch für weitere 50 oder im besten Fall 200 Jahre. Für Wirtschaft und Politik ist es also höchste Zeit zu reagieren. Eine Maßnahme ist bereits gestartet: Elektromobilität wird staatlich gefördert. Wer ab sofort ein E-Auto erwirbt, kann eine Kaufprämie beantragen.

 

Elektromobilität ist kein Zukunftswunsch mehr, sondern schon heute eine marktreife Technologie. Tesla, der amerikanische Newcomer in der Autoindustrie, hat es bereits gezeigt. Unter dem Entwicklungsdruck durch zur Neige gehende Mineralölreserven entwickeln mittlerweile alle namhaften Autohersteller E-Autos. Dabei kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz. Auf der einen Seite stehen die reinen E-Autos, die ausschließlich über einen oder mehrere elektrisch betriebene Motoren verfügen, auf der anderen Seite stehen die Hybriden, die mit einer Kombination aus Elektroantrieb und Verbrennungsmotor angetrieben werden. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Elektroauto vs. Hybridauto


Elektroautos werden nur durch Strom angetrieben, produzieren dabei weder CO2 noch andere schädliche Abgase und erzeugen auch keine größeren Geräusch-Emissionen – sind aber in ihrer Reichweite limitiert. Dank ständiger Weiterentwicklung der Hochleistungsakkus kommen aktuelle Modelle dennoch auf ca. 200 Kilometer oder mehr. Neben der Reichweite ist aber auch die Ladedauer ein wichtiges Kaufkriterium, bei dem es modellabhängig zu großen Unterschieden kommen kann. Wichtig ist dieser Aspekt zum Beispiel, sollten Sie mit dem E-Auto zur Arbeit fahren wollen. Wenn Sie Ihren Wagen während Ihrer Arbeitszeit aufladen können, verlängert das die mögliche Pendelstrecke. Reicht die Arbeitszeit sogar für eine komplette Aufladung, so verdoppelt sich die Reichweite, innerhalb derer Sie zwischen Wohnung und Arbeitsplatz pendeln können.

 

Für einen Hybridantrieb spricht die hohe Flexibilität. Während die Hybriden im Stadtverkehr oft rein elektrisch unterwegs sind, schalten sie ab einer bestimmten Geschwindigkeit, beispielsweise auf der Autobahn, den Verbrennungsmotor dazu. Der Ladezustand des Akkus limitiert nicht mehr die Reichweite und Sie können spontaner und unabhängiger reisen. Gleichzeitig reduziert der Elektroantrieb noch immer den klimaschädlichen CO2-Ausstoß. Modellabhängig verbraucht ein Hybridauto etwa 30 Prozent weniger CO2 als ein Auto mit herkömmlichem Antrieb. Ein interessanter Nebeneffekt: Die überschüssige Energie, die beim Fahren mit dem Verbrennungsmotor entsteht (u.a. beim Bremsen), wird in Strom umgewandelt und dem Akku zugeführt. Somit lädt sich dieser während der Fahrt wieder auf.

DIE VERBREITUNG VON E-AUTOS UND HYBRIDAUTOS

 

Die Infografik veranschaulicht, dass es bei der Verbreitung von Elektroautos noch viel Potenzial gibt.

 

Um die Verbreitung der Elektroautos in Deutschland zu fördern, hat die Bundesregierung die Einführung von Kaufzuschüssen beschlossen. Seit dem 2. Juli 2016 werden Elektro- und Hybridfahrzeuge über den „Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität“ bezuschusst.


Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:

 

Wer kann einen Antrag stellen?

Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine.

 

Was wird gefördert?

Reine Batterieelektrofahrzeuge, von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge oder Brennstoffzellenfahrzeuge.

 

Wie hoch ist die Förderung?

Reine Elektroautos werden mit 2.000 Euro und Hybrid-Fahrzeuge mit 1.500 Euro gefördert. Voraussetzung für den staatlichen Umweltbonus ist eine Beteiligung des Autoherstellers in mindestens der gleichen Höhe. Insgesamt beträgt der Zuschuss also 4.000 Euro für reine E-Autos und 3.000 Euro für Hybrid-Fahrzeuge. Autos mit einem Verkaufspreis ab 60.000 Euro sind ausgeschlossen.

 

Wie kann der Zuschuss beantragt werden?

Zuständig für die Erteilung der Kaufprämie ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), das dafür ein elektronisches Antragsformular bereitstellt.

ÜBER FALK HEDEMANN

 

Falk Hedemann ist freier Journalist sowie Blogger.

 

Auf seinem Blog und im UPLOAD Magazin schreibt er über Social Media, Content Marketing und digitale Kommunikation.

 

Seine hohe Affinität für Digitalisierungsthemen bringt er auch im ERGO Direkt Magazin ein.


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